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24. Juli 2014
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Ein Hund aus dem Tierheim
Oft muss ich hören, wenn mein Herrchen beim Gassi gehen mit andern Zweibeinern redet und dabei erwähnt, dass ich aus einem Tierheim komme, wie diese ganz erstaunt sagen; "Nein, dass würde man aber auch nicht merken...!?"

Da Frage ich mich, was um Himmelswillen soll denn an einem Hund aus dem Tierheim anders sein..? - Oder denken etwa die Zweibeiner, Hunde aus einem Tierheim laufen dauernd im Kreis und jagen dem eigenen Schweif hinterher..? Oder Tierheimhunde gehen alle zum Psychiater und schauen den ganzen Tag melancholisch in die Welt hinaus..? *blinzel*

Klar ich hatte keine leichte Vergangenheit, aber dafür ist es nun für mich um so schöner, weil ich ein tolles Zuhause gefunden habe. Mein Herrchen hat schon seinen ersten Hund über den Tierschutzverein aus einem Tierheim bekommen. Damals gab es noch nicht einmal eine so tolle Homepage mit einer Nationalen Tierdatenbank, wie heute eine unter www.tierschutz.ch zu finden ist. Aber schon damals war für ihn klar, dass er nur einem heimatlosen Vierbeiner ein Zuhause geben möchte.

Sein erster Hund hatte eine traurige Vergangenheit. Er wurde von einem Bauer halb Tod in einem Schacht gefunden. Er brachte ihn dann in das nächste Tierheim bei Wängi/TG. Die Familie Renz umsorgten den armen Vierbeiner liebelvoll und haben ihn wieder auf die Beine gebracht..! Als mein Herrchen damals, eigentlich wegen einem ganz anderen Hund, in dieses Tierheim ging, war es wohl für beide "Liebe auf den ersten Blick" ..! So nahm er nach dieses total verängstigte, knapp ein Jahr alte, Hundchen nach Hause. Es brauchte bestimmt etwas mehr Geduld und besonders viel Liebe als er bei einem andern Hund gebraucht hätte. Aber innerhalb weniger Monate wurde aus diesem verängstigten Tier eine super anhängliche und selbstbewusste Hündin.

Aber mal ehrlich, wenn ihr Zweibeiner einen Hund anschaffen wollt, müsst ihr so oder so, Geduld, Zeit und Liebe für uns aufbringen können.. Sonst lasst es lieber gleich bleiben.

12 schönen Jahren durfte diese Hundedame bei meinem Herrchen verbringen, dann musste sie leider wegen Gebärmutterkrebs ingeschläfert werden. Nach einiger Zeit der Trauer war für mein Herrchen bald wieder klar, dass er ohne Hund nicht sein möchte. Aber genau so Klar war für ihn, d ass er wieder einen Hund aus einem Tierheim holen würde..! - Und so ist es dann auch gekommen...

In der Datenbank von www.tierschutz.ch sind jeden Monat aktuell vier- bis fünf-hundert Heimatlose Hunde zu finden, die alle auf ein schönes neues zu Hause warten.

Hier ein paar Tips zur Wahl und Eingewöhnung eines Tierheimhundes

Ein Hund aus dem Tierheim kann für den Menschen zum treuesten Gefährten werden, vorausgesetzt, man erwischt den richtigen und gewöhnt ihn behutsam an sein neues Zuhause. Doch die Wahl fällt meistens schwer.

Glaubst du, dass du "deinen Hund" gefunden hast, solltest du ihn keinesfalls überstürzt mit nach Hause nehmen. Geh mit ihm spazieren und spielen und versuche, Wesen und Verhalten des Hundes kennenzulernen. Nichts ist schlimmer für ein Tier, als nach ein paar Tagen in einer Familie wieder ins Tierheim zurück zu müssen.

Frage so viel wie möglich nach seinen Vorlieben und Gewohnheiten. Hat er schon einen Namen? Verträgt er sich mit anderen Hunden und mit Kindern? Ist der Vorbesitzer bekannt? Warum wurde er abgegeben...Wurde er vom Tierarzt untersucht..? usw.

Falls du dir dann ganz sicher bist und du schliesslich mit deinem neuen Hausgenossen zu Hause angekommen bist, solltest du ihm die Gelegenheit geben, erst einmal alles zu erkunden. Er sollte die ganze Umgebung und Familienmitglieder in Ruhe kennenlernen. Wenn er sich Beispielsweise hinter dem Sofa oder sonst wo versteckt, dann lass ihn da bis er selber wieder hervor kommt. Dräng dich selber bei ihm nicht auf, sondern warte ebenfalls, bis er von selbst zu dir kommt. In den ersten Tagen sollte man sich möglichst viel mit ihm beschäftigen, viel mit ihm reden, spielen und ihn streicheln.

Lass deinen Vierbeiner in der ersten Zeit auf keinen Fall alleine und überfordere ihn nicht mit zu vielen Menschen. Führe unbedingt einen regelmässigen Tagesablauf ein, damit er Vertrauen zu dir bekommt. Dazu gehört pünktliches Füttern und Gassi-Gehen zu immer gleichen Tageszeiten. Zunächst sollte der Hund nur an der Leine geführt werden. Dabei lässt man ihm viel Zeit, sich an sein neues Revier zu gewöhnen. Mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen wird er sich allmählich heimisch und sicherer fühlen.

Bald wirst du einen zuverlässigen Kameraden haben, der mit dir durch dick und dünn geht.
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